Das Wickeln von Glasfasergyroskopen (FOG / Fiber Optic Gyro) stellt höchste Anforderungen an Präzision und Prozessstabilität. Bereits kleinste Schwankungen bei Zugspannung, Faserführung oder Lagenaufbau können zu ungleichmäßigen Wickelbildern, Mikroschäden oder im schlimmsten Fall zu Faserbrüchen führen – mit direkten Auswirkungen auf die Qualität und Reproduzierbarkeit der Gyroskop-Spule.
Dabei basiert die Funktionsweise eines Glasfasergyroskops auf dem Sagnac-Effekt: Ein Lichtsignal wird in zwei Teilstrahlen aufgeteilt und in einer Faserspule in entgegengesetzter Richtung geführt. Bei Rotation entsteht eine minimale Phasenverschiebung, die nach der Überlagerung als Interferenzsignal messbar ist und eine präzise Bestimmung der Winkelgeschwindigkeit ermöglicht. Genau deshalb ist eine saubere und reproduzierbare Wicklung der Spule entscheidend für die spätere Sensorperformance.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist eine hochpräzise Zugspannungsregelung, die auch bei wechselnden Wickelbedingungen konstant arbeitet. In Kombination mit stabiler Materialführung und exakter Steuerung entsteht so eine gleichmäßige, straffe und sichere Wicklung – als Grundlage für eine dauerhaft zuverlässige und qualitativ hochwertige FOG-Fertigung.
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